Tuesday, January 15, 2019

15/01/20-19 Gedankennebelgedanken


Manchmal scheint das tragende Element eines Tages ein Hauch von Mystik zu sein. Geheimnisvoll fühlen wir uns umwoben von Dingen, die sich der Beschreibung entziehen. Von Ahnungen, die wir nicht benennen können und von Bildern, die uns stumm wortlose Aufmerksamkeit abverlangen.






Vor die Morgendämmerung hatte der Tag einen Schleier gelegt. Aus der Ferne versuchen die Lichter der Brücke durchzudringen zu mir. Sie schaffen es nicht, dafür bleibt es ringsum klar und verspricht einen samtigen Morgen.







Das aber war zu früh gedacht, zu früh erhofft, erwartet, gefreut?
Eine Stunde später hatte der Himmel den Tag versiegelt mit Dunst.
Natur, Mensch und menschliches Konstrukt schwebten in den tanzend fallenden Tröpfchen sich selbst davon. Ringsum dumpf verschluckte Geräusche, die feuchte Luft suchte sich Nester in Haar und Bart, auf Mütze und Schultern.
Die Natur schaffte mit einem Dreh aus dem Handgelenk Kulisse zum Staunen und Luft anhalten. Nebel kann sowohl den Himmel verschließen wie auch den Durchblick bringen: Wie begrenzt wir sind, wie nah alles uns steht, wie verwoben wir sind mit dem, was wir getrennt von uns außerhalb wahrnehmen. Mensch und Nebel bestehen fast komplett aus Wasser, aus Dunst. Wer glaubt, erkannt zu haben, der soll tapfer bleiben: Bei seinem Glauben an die Erkenntnis. Was ist sie wert, wenn der Schleier sich (wieder) lüftet?












Licht bricht durch, aber es ist künstlich. Es ist menschgemacht, doch keine Kunst. Es ist Zweck, es dient, um zu beherrschen. Um die Menschen zu befähigen, über die Natur zu herrschen. Kunst aber wäre, sich in die Natur einzubringen, eine Symbiose einzugehen, eine Gemeinschaft. Zum gegenseitigen Dienst am Anderen. Mir scheint, der Anteil der Natur war schon immer und ist es immer noch, die Arme empfänglich auszubreiten und die Hände zum Geben zu öffnen






Schwarze Katze im Gebüsch
Am Ende dann schweigt die Katze. Das geheimnisvollste aller Tiere. Ich weiß nicht, ob sie weiß. Aber wenn ich es jemandem zutraue, mit dem Geheimnisvollen vertraut zu sein, dann ihr.




Danke für eure Aufmerksamkeit!


Sunday, January 13, 2019

Rückblick Juni 2011


iPadio - Phonelog mit Finessen und Gedächtnis





Hört doch selbst - die beste Methode:





Damals mit iPadio - dem PhoneLog




Damals war's, Sommer 2011. Der so gar nicht Sommer sein wollte, wie ihr auch dem Cast auf dem Phonelog entnehmen könnt.
Das Bloggen per Audio begann ich gerade zu entdecken für mich, es war ein Herantasten auf vielen Ebenen.
Bis vor wenigen Minuten war mir natürlich gar nicht geläufig, was mich in dieser Zeit beschäftigte. Dazwischen liegen harte Weichen in meinem Leben, abbiegen auf unerwartete Spuren und letztlich ein momentaner Zielort, den ich damals ganz sicher in guter Erinnerung hatte aber ganz sicher nicht auf der Rechnung für Zukunftspläne.





Aus der Leipziger Zeit, damals:






"Lea geht" wieder


Re-Release meines Romans. Verfügbar als Amazon-Kindle





Lies hier hinein in die ersten Seiten, teile es oder hole es dir!






https://www.amazon.de/dp/B07L7TK4K3/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_YKYoCbKG3HKWD
Leseprobe




Kurzbeschreibung





Was, wenn der stete Fluss des Lebens bereits in der Kindheit durch einen Schlaganfall unterbrochen wird? Lea ist neun Jahre alt, als sie in der Klinik erwacht und teilweise gelähmt ist. Von nun an wird sie humpeln, wenn sie weitergehen will. Aber sie geht. Sie geht weiter, auch als klar ist, dass sie ein Spenderherz benötigt. Erst recht nach der Operation und dem ihr prophezeiten Schicksal. Dass Auflehnung gegen das Bestehende ein Teil ihrer Natur ist, wird ihr vielleicht nicht bewusst. Doch lebt sie gerade diesen Teil sehr intensiv. Gegen sein Schicksal kann man sich wehren, indem man lernt, damit umzugehen.





Eine Geschichte, die am Ende beginnt. Ein Kreis, der sich schließt. Dieser Roman ist mehr als nur die Erzählung über einen Menschen, der wieder aufsteht, um seinem Schicksal ins Gesicht zu lachen, voller Zuversicht und Lebenshunger. Es ist eine Suche nach der Antwort: Kann man lieben mit einem fremden Herzen?


Saturday, January 12, 2019

Ins Bett. Mit einer absoluten Flasche

Gelegentlich kommt das eben vor. Na und? Hört doch selbst:

https://open.spotify.com/episode/7Ink374lmlqENb90u7OLOu

Friday, January 11, 2019

11-01-19

Den Freitag im Kopf


[caption id="attachment_132" align="alignleft" width="443"]20180818_140010.jpg What's in your mind?[/caption]

Auch wenn dieser Tag mal nicht das Ende der (Arbeits)Woche markiert, bleibt das besondere Flair, das von ihm ausgeht. Denn irgendwie hat man bereits am Montag schon wieder - den Freitag im Kopf -

FRIDAY ON MY MIND 🎵

https://open.spotify.com/track/3fOKCg18QXTkqh711UuFzR

20190111_072309-15955427135655391525.jpgUnd ein Schuss. Nicht ins Blaue, aber in den Morgen. Freitag meinte es gut mit mir durch sein Licht. In Lissabon herrscht aber für die Region eine unerwartete und ebenso unangenehme Kälte. Tatsächlich sind die Wintersachen unerlässlich, wofür es wiederum am frühen Nachmittag ein passendes Gegenstück gibt: Da hält man es an einem windstillen Platz in der Sonne nur im T-Shirt aus.
Schönes Wochenende ...

Thursday, January 10, 2019

10-01-19

This morning


20190110_0720281255146860992246880.jpg

Das Gefühl, wenn der Morgen auf dem Weg in den Job so herüberwinkt. Unbeschreiblich.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
H. Hesse

Den Tag beenden mit einer solchen Aussicht - worum sollte ich mir Sorgen machen?

Monday, January 7, 2019

Sonntags in Marvila

https://www.facebook.com/christian.scheinhardt.5/posts/391378734955817

Tuesday, January 1, 2019

Neujahrsspaziergang - ZeroTonin:Hirnfraktal



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Last throwback:
Und doch darf ich mein Haupt in Dankbarkeit senken vor dir, du gerade vergangenes Jahr. Du hast viel bedeutet und viel gebracht, viel Bedeutung verliehen und mit offenen Händen gegeben. Mehr als erwartet, mehr als erhoff, viel mehr, als möglich erschien.

Unzufriedenheit ist eine weitverbreitete Marotte, und es ist nicht mein Stil, diesem Verlangen der Schafherden zu folgen. Trotzdem mache ich mich nicht immer frei davon; manchmal kommt er durch der Wunsch, dazuzugehören. Obwohl ich weiß, dass ich das ebenso wenig kann wie jemand anderes. Wir gehören entweder zu uns selbst oder nirgendwohin. Zugehörigkeiten sind Krücken, von Manipulatoren gefeiert, von Priestern als seligmachend gepriesen und von Psychoanalytikern teuer verkauft. Wir bezahlen immer, wenn wir nicht zuhören: Der einzig wahren Quelle aller Auskünfte: Der inneren Stimme.

Nichts zu bereuen in den vergangenen 12 Monaten?

Zu wenig gelächelt

Zu wenig gedankt

Zu wenig gegeben

Zu wenig genickt

Zu wenig zugewendet

Wir reihen aneinander, was nicht war, suchen die Spur in der Dunkelheit, weil wir das Licht fürchten. Doch das blendet uns nicht. Es zeigt den Weg.

Wer behauptet denn, dass der Einfach ist? Einfach soll er nicht sei, aber ob leicht oder schwer, es sollte der eigene sein.

Das Ziel kann sich nicht ändern. Wenn Ziel = Ende ist, dann ist es vorherbestimmt, definiert mit der Geburt. Es gibt nur einen Ausgang aus dem Geschehen, das mit der Geburt beginnt. Also alles egal? Letzen Endes - vielleicht. Was ist schon einzuwenden gegen eine andere Sichtweise, selbst wenn sie zynisch klingt. Die Dinge sind nicht, wie sie sind, sondern was wir machen aus ihnen.

Muss ich mir merken für das gerade begonnene Jahr. Noch wer?