Tuesday, December 18, 2018

Zwischenblick


 





Zwischen den Anfängen liegen Stationen. Oder sind das Enden?






Wann hört das Beginnen auf, wann startet ein Ende? Wer erkennt, an welchem Punkt der Fluss gerade ist? Fixpunkte sind schwer auszumachen im Fließen. Sie gleichen Treibholz im Strom. Was wir schlussfolgern können: Es ergießt sich von Quelle zu Mündung. Beides bleibt uns verborgen.






Sobald wir uns eingerichtet haben in den Routinen des Alltags, treiben wir dahin. Wie alles in der Natur sind wir ausgerichtet auf Energieeffizienz. Wir wollen nicht so sehr vorankommen, wie durchkommen. Leicht soll es sein.






Ab wann geht es weiter? Wann mündet Ende in Neuanfang? Wenn alles fließt, ist "Status quo" eine Illusion. Der Film läuft und selbst in Einzelbildern ist Bewegung. Das Sein lässt sich nicht zerstückeln in Teilchen. Wir sind so klein, dass wir das Ganze nicht überblicken.






Irgendwann geschah der Ortswechsel. Nun beginne und ende ich hier. Habe ich mich hier wiedergefunden? Wenn, dann muss ich mich irgendwo verloren haben.






Klarheit ist ein Konzept. Wie alles andere auch. Es bleibt uns überlassen, was wir annehmen und was nicht. Wer sich bedrängt fühlt, lebt in der Enge der eigenen Entscheidungen. Zum Glaube gehört Zweifel, zur Hoffnung Verzweiflung. Die Welt ist polar. Ungeteilte Einheit bedeutet Nichtsein. Nichtsein kann nicht sein, solange jemand Nichtsein denkt.






Das Nichts ist zu komplex, weil es alles sein könnte. Wir können uns finden oder damit abfinden - Dass nichts ist, was es ist, sondern das, wie wir es sehen.






So geht die Sicht immer dazwischen. Weil sie Beginnen und Beenden nicht auf einen Blick erfassen kann.






Zwischenblick.





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